In Liebe, Eure Hilde
.... Film von Andreas Dresen (2024)
,,, ja,
wie Johanna
so hat auch mich dieser Film sehr berührt.
Das Thema ist nach meiner Meinung hochaktuell,
denn als WählerInnen in einer Demokratie wie der unseren haben eine große Verantwortung
gegenüber den Menschen, die zu Unrecht in einem autokratischen Staat zum Tode verurteilt wurden.
Und indirekt sagt mir der Film auch,
im Intteresse unserer Nachkommen haben wir alle sehr gründlich nachzudenken..
Der mir schon unzählig oft begegnete flachsig daher kommende Gedanke,
"lass die doch mal machen,
damit diese und jene merken, dass es so nicht läuft"
- oder so ähnlich -
kann ganz schnell auch ür uns heute unabsehbar schlimme Folgen haben.
Und, wie der Film gut zeigt,
wenn es mal zu spät ist, bleibt es ZU SPÄT !
Wählen dürfen ist nunmal kein Witz,
auch dann nicht, wenn einem die meisten Politiker eher wie in Witz vorkommen.
Tausende haben für dieses Recht kämpfend den Tod durch den Strang oder durch Erschießen
erlitten ....
Die Wähler vor der Machtergreifung 1933
hatten zum großen Teil nicht die Information wie wir heute,
zum anderen Teil waren sie ebenso naiv,
wie Viele heute leider auch.
Dennoch kann man ihnen nicht in vollem Umfang nachrufen
"Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter selber",
denn die Nazis waren letztendlich nicht durch die Stimmenmehrheit der Wahl des Volkes an die Macht gelangt,
Dass ihnen später anscheinend das ganze Volk zugejubelt hat,
das nicht gesehen zu haben scheint,
zu welcher Mißachtung des Volkes und er Menschenrechte "die Reise" führte,
hat meiner Annahme nach sehr viel mit Angst zu tun.
(aus der inzwischen real gewordenen Entrechtung des Volkes heraus gut nachvollziehbar)
Der Film beschränkt sich darauf,
die Geschichte einer kleinen Gruppierung zu zeigen,
die ausserhalb des Massenstromes handelt.
Tatsächlich sind schon bald nach der Machtergreifung
- wie im Film exemplarisch dargestellt -
viele Tausend politische Widerständler ohne Beweise
wegen angeblichen HOCHVERATS,
wie die Protagonisten hier auch,
im Schnellverfahren zu Tode gekommen.
Tausende Menschen wa+urdren "auf Verdacht" und ohne jede Chance,
die eigene Unschuld bzw. Harmlosigkeit des Tuns zu beweisen
getötet.,
und ähnlich wie hier im Film
hat sich sogar meistens im Nachhinein auch tatsächlich hersusstellt,
dass nicht einmal der bloß auf Fundstücken einer Hausdurchsuchung begründete Verdacht
eines so genannten Hochverrats,
als lächerlich erwiesen
wie hier im Filn die lediglich unterstellten "Funkübungen" von Hans,
nicht einmal beim Empfänger angekommen waren
So waren die Verhältnisse tatsächlich im Nazi-Deutschland bereits vor Kriegsbeginn.
Dass sich unbegreiflicherweise in unserer Zeit so Viele einen oder Mehrere Machthaber
herbei zu wünschen scheinen, liegt m.E. im Film ebrnso im Dunkeln,
wie bei der Mehrheit damals.
und -wie ich oft erfahre- auch heute in den besthenden Demokratien....
Leider belässt der Flm Wesentliche Gegebenheiten auch bei Andeutungen oderi indirekter Vermittlung bewenden,
so dass traurigerweise nur geschichtlich überdurchnittlich informierte und politisch bewusste Zuschauer den Bezug zu heute
wahrnehmen dürften.
SCHADE -
Der Film selbst hat mir handwerklich-künstlerisch gesehen folglich nicht so gut gefallen wie Gundermann.
Dennoch ein Film, den man sich z.B. auch mit seinen Kindern und Enkeln anschaun und
bei Interesse auf dem Eindruck basierend gut darüber reden kann.
Lieber Claus, meinen herzlichen Dank fürs Herauspicken dieses Events und fürs Organisieren !!
Mir scheint, dass diejenigen, die die Filme auswählen,
ihren Gästen auch in Zukunft Sehenswertes zu bieten haben.
Immer wieder gern !
Lieben Gruß auch !